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Grippeimpfung: Für wen ist sie sinnvoll?

Autorenbild: Dr. Axel Ungerland
Dr. Axel Ungerland
vor 4 Tagen
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Mit dem Herbst beginnt auch die Zeit der saisonalen Grippe. Eine echte Influenza kann deutlich schwerer verlaufen als ein gewöhnlicher Erkältungsinfekt – besonders bei älteren Menschen und bei bestimmten Vorerkrankungen.


Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung deshalb nicht pauschal für jeden, sondern vor allem für Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf oder einer erhöhten Exposition. In unserer Hausarztpraxis in Langenfeld beraten wir Sie gerne dazu, ob die Impfung für Sie empfohlen ist.


Patient erhält eine Grippeimpfung in der Hausarztpraxis Dr. Axel Ungerland in Langenfeld.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?


Nach den aktuellen STIKO-Empfehlungen 2026 sollen sich alle Menschen ab 60 Jahren einmal pro Saison gegen Influenza impfen lassen. Für diese Altersgruppe werden ein Hochdosis-Impfstoff oder ein MF-59-adjuvantierter Impfstoff empfohlen. Beide Impfstoffarten sollen die Immunantwort bei älteren Menschen verbessern.


Eine jährliche Grippeimpfung wird außerdem für Menschen empfohlen, bei denen eine Influenza aufgrund einer Grunderkrankung schwerer verlaufen kann. Dazu gehören unter anderem chronische Erkrankungen der Atemwege, Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, Adipositas, bestimmte neurologische Erkrankungen sowie angeborene oder erworbene Immundefekte.


Auch Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie bestimmte Kontaktpersonen besonders gefährdeter Menschen gehören zu den von der STIKO genannten Gruppen. Für medizinisches Personal und weitere Menschen mit erhöhter beruflicher Exposition besteht ebenfalls eine Impfempfehlung.


Was gilt in der Schwangerschaft?


Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung grundsätzlich ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Besteht aufgrund einer Grunderkrankung ein zusätzlich erhöhtes gesundheitliches Risiko, wird sie bereits ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel empfohlen. Verwendet wird dabei ein inaktivierter Influenza-Impfstoff.


Wann ist der beste Zeitpunkt für die Grippeimpfung?


Der empfohlene Zeitraum liegt in Deutschland meist zwischen Oktober und Mitte Dezember. Nach der Impfung dauert es etwa 10 bis 14 Tage, bis sich der Impfschutz vollständig aufgebaut hat.


Wer diesen Zeitraum verpasst hat, muss jedoch nicht automatisch bis zum folgenden Herbst warten. Auch später in der Saison kann eine Impfung noch sinnvoll sein, insbesondere wenn die Grippewelle noch bevorsteht oder gerade begonnen hat.


Warum wird jedes Jahr neu geimpft?


Influenzaviren verändern sich laufend. Deshalb überprüft die Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr, welche Virusvarianten voraussichtlich in der kommenden Saison eine wichtige Rolle spielen, und passt ihre Empfehlung für die Zusammensetzung der Impfstoffe entsprechend an.


Auch für die Saison 2026/27 wurde die Impfstoffzusammensetzung aktualisiert. Für die Nordhalbkugel empfiehlt die WHO eine an die aktuell beobachteten Influenzaviren angepasste Kombination.


Die jährliche Impfung ist außerdem deshalb notwendig, weil der Impfschutz mit der Zeit nachlässt.


Wie gut schützt die Grippeimpfung?


Eine Grippeimpfung kann eine Influenza nicht mit absoluter Sicherheit verhindern. Wie gut sie schützt, hängt unter anderem davon ab, wie gut die im Impfstoff enthaltenen Virusvarianten zu den tatsächlich zirkulierenden Viren passen.


Das Ziel der Impfung besteht deshalb nicht darin, eine Erkrankung vollständig auszuschließen. Sie soll das Risiko einer Influenza und ihrer möglichen Komplikationen reduzieren – insbesondere bei Menschen, die ein erhöhtes gesundheitliches Risiko tragen.


Kann ich mich trotz Erkältung impfen lassen?


Ein leichter Infekt ist in der Regel kein Grund, eine geplante Impfung abzusagen. Nach den Empfehlungen des RKI gelten banale Infekte, auch mit leicht erhöhter Temperatur bis etwa 38,5 °C, nicht grundsätzlich als Gegenanzeige.


Bei einer akuten behandlungsbedürftigen oder stärkeren Erkrankung sollte die Impfung dagegen verschoben und der richtige Zeitpunkt ärztlich abgestimmt werden.


Welche Impfreaktionen können auftreten?

Nach einer Grippeimpfung kann die Einstichstelle vorübergehend schmerzen, gerötet oder geschwollen sein. Auch Müdigkeit, Kopf- oder Gliederschmerzen oder leicht erhöhte Temperatur können auftreten.


Die in der hausärztlichen Versorgung überwiegend verwendeten inaktivierten Influenza-Impfstoffe enthalten keine vermehrungsfähigen Influenzaviren. Sie können daher keine echte Grippe auslösen. Das Paul-Ehrlich-Institut führt für Deutschland die zugelassenen saisonalen Influenza-Impfstoffe und deren aktuelle Stammanpassungen.


Muss jeder gesunde Erwachsene gegen Grippe geimpft werden?


Nein. Die STIKO spricht in Deutschland keine generelle Standardempfehlung für alle gesunden Erwachsenen unter 60 Jahren aus.


Eine Impfung kann dennoch je nach persönlicher oder beruflicher Situation infrage kommen. Dazu zählen zum Beispiel Menschen mit umfangreichem Publikumsverkehr oder Personen, die beruflich gefährdete Menschen betreuen. Ob eine Impfung sinnvoll ist, lässt sich am besten anhand der individuellen Situation beurteilen.


Grippeimpfung in unserer Praxis in Langenfeld


Wer zur empfohlenen Personengruppe gehört oder sich unsicher über den eigenen Impfstatus ist, kann das unkompliziert beim Hausarzt klären.

In unserer Praxis in Langenfeld-Reusrath prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, welche Impfungen aktuell empfohlen sind und ob bei Ihnen eine Grippeimpfung für die Saison 2026/27 sinnvoll ist.


Sprechen Sie uns gerne an oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.


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